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Kulturinitiative Begegnungsraum e.V. |
Diese Bilder setzen an den drei Grundfarben
– Rot – Gelb – Blau –
und deren Gestaltungskräften an.
Die Ausgangssituation war die Farbe und ihr jeweiliges Eigenwesen. (Goethes Farbenlehre). Dies zu empfinden, es klanglich mit den anderen Farbqualitäten zu vereinen und zur Bildgestaltung zu führen, war das Anliegen.
So entstanden Klänge aber auch Akzente und Charakter. Bewegungsausdruck der Farbe, Rhythmen zeigen sich, Raumdynamik wird wahrnehmbar und erlebbar.
Die Bilder offenbaren auch die Individualität des Schaffenden. Die Rotbilder entstanden in der Passionszeit. Sie lassen etwas vom Ostergedanken erahnen.
Die Malerei offenbart immer auch ein Stück Biografie. Sie impliziert eine Auseinandersetzung mit sich selbst. Ganz auf sich bezogen ist sie aber auch hochgradig sozial.
Wenn ich ein Bild male, so sehe ich zuerst die Farben. Ich versuche selbstlos zu sein, mich ganz auf das Gegenüber zu konzentrieren, das Wesen wahrzunehmen, den Charakter zu erfühlen. Dann trete ich in einen Dialog, in eine Auseinandersetzung mit ihr, der Farbe. Ich setze sie ihrem Wesen gemäß ein, meine Individualität vereint sich mit ihrer bis Neues entsteht – Ein Bild, das Harmonie und Spannung, Licht und Finsternis, Schwere und Leichte, Vordergrund und Hintergrund, Stimmung und Charakter, Fläche und Linie, also Polaritäten enthält.